Neurologie / Geriatrie


Aus unserer Erfahrung gelingt eine zielgerichtete und effektive ergotherapeutische Behandlung am besten in offener Zusammenarbeit in einer freundlichen Atmosphäre.

Zu Beginn der Behandlung steht das persönliche Gespräch als Basis für einen abgestimmten Behandlungsplan. Es können standardisierte Testverfahren bei der exakten Ermittlung der Ziele eingesetzt werden. Nach dem Erreichen von Zwischenschritten, werden diese Ziele neu angepasst.

Damit es zu sinnvollen Handlungen kommen kann, müssen verschiedene Komponenten ineinander greifen:

Voraussetzung für ein Gelingen beim Anbahnen von Bewegung ist es oft, den extremen Muskelhypertonus (an der Hand z.B. ein ungewolltes Zusammenziehen der Finger zur Faust) zu regulieren. Hier ist eine Druckbandage, die zu Hause angelegt wird, oft hilfreich.
Kann der Körper erste Bewegungssteuerungen übernehmen, ist ein aktiv regulierter und dosierter Krafteinsatz ein weiterer Schritt zur gezielten Bewegung. Hierfür können spezielle Therapiematerialien eingesetzt werden.
Um zum Beispiel etwas greifen zu können, ist neben der Bewegung auch die Sensibilität erforderlich. Wird nicht gut gespürt oder bestehen starke Überempfindlichkeiten (Hypo- Hypersensibilität), kann dies bis zur Handlungsunfähigkeit führen.
Für schwerst mehrfach behinderte Menschen bietet die basale Stimulation häufig die einzige Art um wieder in zwischenmenschlichen Kontakt zu treten.

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Handlungen müssen geplant werden, bevor sie ausgeführt werden können. Manchmal liegen die Hauptprobleme von Betroffenen gerade im Bereich des Gedächtnisses. Hier wirken sich von früher bekannte Aktivitäten oder ansprechende und genau auf das Problem abgestimmte Therapiematerialien motivierend aus.
Bei Muskelschwächen kann der Einsatz von Hilfsmitteln sinnvoll sein. Zum Beispiel als Erleichterung für das Greifen, wenn es selbstständig nicht mehr möglich ist einen Schlüssel im Schloss umzudrehen.
Individuell angepasste Adaptionen können im Beruf oder im persönlichen Alltag helfen Tätigkeiten wieder auszuüben. Hier ein Beispiel das zeigt wie verhindert werden kann, dass die Finger beim Musizieren von den Querflötenklappen abrutschen.

"Übung macht den Meister", daher werden auch immer Möglichkeiten besprochen, wie die Rehabilitation zu Hause optimal unterstützt werden kann.

Dies kann beim Anziehen ebenso wie beim Umsetzen vom Bett zum Rollstuhl und vielen anderen alltäglichen Situationen wichtig sein. Wenn dies in erreichbaren Schritten geschieht, stellt sich häufig auch mehr Zufriedenheit ein, weil Alltagssituationen weniger belastend sind. Jede alltägliche Bewegung kann die Gesamtsituationen unterstützen und ist ein guter Grundstein für langfristige und anhaltende Verbesserungen gelegt.

Ergotherapeutische Einsatzmöglichkeiten

Bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems: Schlaganfall, Arteriossklerotische Veränderungen, Schädelhirntrauma, Hirnblutungen, Hirnorganisches Psychosyndrom, entzündliche Prozesse in Gehirn...
Bei Fragen können Sie uns gerne anrufen.


Schwerpunkte liegen auf der ergotherapeutischen Behandlung von:


Behandlungsmethoden

Klassische Ergotherapie mit Alltagstraining, Kognitiv Therapeutische Übungen nach Prof. Perfetti, Bobath-Behandlung, Spiegeltherapie, Johnstone / Urias-Druckbandagen (PANat = Pro-aktiver BehandlungsAnsatz in der Neurorehabilitation), Schreibtherapie nach Mai & Marquardt, Gestentraining, Valenser-L, Affolter, Basale Stimulation ebenso können Computerprogramme sinnvoll eingesetzt werden u.a. COGPACK


Angehörigenberatung

Bei Bedarf ist auch eine Schulung möglich, z.B. rückengerechte Unterstützung beim Transfer, Strategien, wie Betroffene auch mit starken Gedächtnisdefiziten mit in den Alltag einbezogen werden können.